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Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Stadt Hof

Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Hof bot einen umfassenden Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr 2025 sowie einen Ausblick auf kommende Entwicklungen. Neben steigenden Einsatzzahlen, neuen Herausforderungen und wichtigen Investitionen standen auch Ehrungen und die Zukunft der Feuerwehr im Mittelpunkt des Abends.

Jahreshauptversammlung Stadt Hof
 

 

Am Samstag, den 21. März 2026, fand im Konferenzbereich der Freiheitshalle Hof die diesjährige Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Hof statt. Stadtbrandrat  Markus Ott eröffnete die Veranstaltung um 18:00 Uhr und begrüßte die anwesenden Kameradinnen und Kameraden sowie Gäste zum gemeinsamen Abendessen.

Gegen 18:30 Uhr begann der offizielle Teil der Versammlung. Nach der Einleitung stellte er die Tagesordnung vor und hieß die zahlreich erschienenen Ehrengäste willkommen. Unter ihnen befanden sich Vertreter der Polizei, des Rettungsdienstes, des THW, der Feuerwehr Plauen, Mitglieder des Stadtrates sowie Vertreter des Fachbereichs 32 der Stadt Hof.

Besonders begrüßt wurden zudem die Mitglieder des Feuerwehrbeirats: von der SPD Frau Andrea Hering, von der CSU Frau Claudia Infante, Herr Hilmar Bogler und Herr Wolfgang Fleischer sowie von den Grünen Frau Stadträtin Pia Popp. Ebenfalls anwesend war Oberbürgermeisterin Eva Döhla.

Darüber hinaus nahmen aktive Kräfte, Mitglieder der Ehrenabteilung sowie weitere Gäste an der Versammlung teil.

Zu Beginn der Versammlung wurde in würdigem Rahmen der im Jahr 2025 verstorbenen drei ehemaligen Kameraden gedacht. Die Anwesenden erhoben sich zu einer Schweigeminute.

In seinem Bericht ging Stadtbrandrat Ott auf die aktuelle personelle Situation ein: Derzeit zählt die Feuerwehr Stadt Hof 215 aktive Mitglieder inklusive der Ortsteilwehren und den 74 Mitglieder in der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Hinzu kommen noch fünf Ehrenmitglieder, sowie 65 inaktive Mitglieder und Fördermitgleider sodass die Feuerwehr Stadt Hof insgesamt 285 Mitglieder hat.

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 649 Einsätze bewältigt. Dabei wurde deutlich, dass sich das Einsatzspektrum zunehmend erweitert. Insbesondere im Bereich der Technischen Hilfeleistung – etwa bei Einsätzen mit Hybrid-, Gas- und Elektrofahrzeugen oder automatisierten Notrufsystemen (E-Call) – entstehen neue Herausforderungen und ein wachsender Ausbildungsbedarf.

Besonders bewegend waren die Ereignisse im Dezember 2025, bei denen zwei Personen bei Wohnungsbränden trotz aller Bemühungen nicht gerettet werden konnten. Stadtbrandrat Markus Ott sprach den eingesetzten Kräften sowie dem Team der psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) seinen ausdrücklichen Dank und große Anerkennung aus.

Neben dem Einsatzgeschehen blickte er auch auf zahlreiche Veranstaltungen im Jahr 2025 zurück. Dazu zählten die Jahreshauptversammlung im März, das Innenhofkonzert im Mai, die Teilnahme am Volksfest mit Umzug und Sicherheitswachen auf dem Volksfestplatz im August sowie der Tag der offenen Tür im September. Auch die Feiern und Jubiläen der Ortsteilwehren trugen maßgeblich zum kameradschaftlichen Zusammenhalt bei.

Ein bedeutender Meilenstein war im Jahr 2025 die Einführung der digitaler Alarmierung, sowie die Umrüstung auf die digitalen Sirenen im Stadtgebiet. Gleichzeitig gewinnen der Katastrophenschutz, die überregionale Hilfe und insbesondere die bei Hilfeleistungseinsätzen enstehende Versorgungskomponenten zunehmend an Bedeutung. In diesem Zusammenhang wurde auch das Konzept der Hilfeleistungskontingente in Oberfranken angepasst.

Für die Hauptwache sind mehrere neue Fahrzeuge geliefert worden. Darunter ein neues Wechselladerfahrzeug, einen Versorgungs-LKW des Katatstrophenschutzes Bayern, der mit einer Notstromkomponente, deren Auslieferung für Mitte 2026 geplant ist, ergänzt wird. Ebenfalls wurde ein CBRN-Erkundungswagen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ausgeliefert. Ein Gabelstapler konnte außerdem bereits in Dienst gestellt werden.

Ein neuer Kommandowagen für den Einsatzleiter, ein Mittleres Löschfahrzeug für die Feuerwehr Unterkotzau sowie ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug für die Hauptwache sind seit diesem Jahr in der Beschaffungsphase.

Angesichts dieser Entwicklungen wurde erneut die Dringlichkeit eines Erweiterungsbaus der Hauptwache betont. Die bestehenden Räumlichkeiten sind für die wachsenden Anforderungen und die steigende Anzahl an Fahrzeugen deutlich zu klein. Entsprechende Planungen wurden bereits gemeinsam mit Vertretern der Regierung, der Stadt Hof und einem Ingenieurbüro abgestimmt.

Auch die Situation der Dienstwohnungen wurde angesprochen: Die Sanierungsmaßnahmen müssen fortgeführt werden.

Ein weiteres zentrales Thema war die geplante Beschaffung einer neuen Drehleiter, deren Ausschreibung bereits 2026 beginnen soll. Aufgrund der langen Beschaffungszeiten ist diese Maßnahme zwingend erforderlich, um auch künftig die Menschenrettung sicherstellen zu können.

Im Ausblick wurde zudem auf die weltpolitische Lage und dem Katastrophenschutz  verwiesen, bei dem Ausstattung, Infrastruktur und politische Rahmenbedingungen künftig noch enger verzahnt werden sollen.

 

 

Oberbürgermeisterin Eva Döhla richtete im Anschluss ihr Grußwort an die Versammlung. Sie würdigte die geleistete Arbeit der Feuerwehr und betonte die enorme Einsatzbereitschaft: Rund 8.000 Stunden im Einsatz sowie zusätzlich etwa 10.000 Stunden für Wachdienste unterstreichen die Verlässlichkeit das Engagment Feuerwehr Stadt Hof. Oft, so Döhla, lebten die Einsatzkräfte „von Übung zu Übung und von Alarm zu Alarm“.

Besonders hervorgehoben wurde die hohe Sichtbarkeit der Feuerwehr in der Öffentlichkeit, etwa durch den Tag der offenen Tür oder das Innenhofkonzert. Diese Veranstaltungen stärken die Verbindung zwischen der Feuerwehr, der Stadt Hof und den Bürgern in besonderem Maße.

Döhla berichtete zudem über positive Entwicklungen wie Modernisierungen und Ersatzbeschaffungen, darunter ein neuer Atemluftkompressor, Tauchgeräte und der bereits beschaffte Stapler im Jahr 2025. Die Beschaffung der neuen Drehleiter soll zeitnah im Stadtrat beschlossen werden. Ebenso sei der Erweiterungsbau der Wache aufgrund wachsender Anforderungen im Katastrophen- und Zivilschutz dringend notwendig.

Sie wies darauf hin, dass viele Bürger überrascht seien, dass es sich in Hof um keine Berufsfeuerwehr, sondern um eine Freiwillige Feuerwehr handelt. Umso größer sei die Anerkennung für die geleistete Arbeit – insbesondere auch für die Jugendarbeit. Gleichzeitig stelle die Freistellung durch Arbeitgeber die Einsatzkräfte zunehmend vor Herausforderungen.

Abschließend dankte sie allen Aktiven, deren Familien, den Arbeitgebern sowie den Betreuern der Kinder- und Jugendfeuerwehr und sprach Zuversicht für die Zukunft aus.

 
Jahreshauptversammlung Stadt Hof

Im Anschluss folgte der Jahresbericht von Schriftführer Gerd Schmidt. Die Einsatzzahlen stiegen von 606 Einsätzen im Jahr 2024 auf 649 Einsätze im Jahr 2025 an. Neben zahlreichen Einsätzen im Stadtgebiet war die Feuerwehr auch 20 mal im Landkreis tätig, darunter bei mehreren Großbränden, beispielsweise in Gattendorf, bei dem über rund zehn Stunden ein erheblicher Personal- und Materialeinsatz erforderlich war. Ebenso wurden 290 Wachdienste im Jahr 2025 geleistet.

Gerd Schmidt berichtete zudem von besonderen Gefahrenlagen, wie etwa einer Explosion in einem Müllfahrzeug, und erinnerte ebenfalls an die beiden Todesfälle im Dezember, verbunden mit dem Mitgefühl für die Angehörigen.

Er bedankte sich bei der Stadt Hof für Investitionen in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro in Fahrzeuge sowie bei allen aktiven Einsatzkräften für ihre Einsatzbereitschaft. Die Zusammenarbeit mit Rettungsdienst, THW, Polizei und dem Fachbereich 32 der Stadt Hof wurde als sehr gut beschrieben.

Weitere Themen seines Berichts waren unter anderem die Einführung eines Jahresdienstplans, die umfangreiche Aus- und Fortbildung – mit 69 Lehrgängen an staatlichen Feuerwehrschulen im Jahr 2025 – sowie die Ausstattung der Feuerwehr mit derzeit 37 Fahrzeugen, fünf Abrollbehältern und mehreren Anhängern.

Auch über zahlreiche Aktivitäten über den Einsatzdienst hinaus wurde berichtet, darunter Besichtigungen der Wache durch Schulklassen, Teilnahme an Veranstaltungen und überörtlichen Terminen sowie eine Gemeinschaftsübung am Flughafen Hof-Plauen.

Im Anschluss berichtete Stadtbrandinspektor Florian Schewe über besondere Einsatzlagen des vergangenen Jahres, darunter Großbrände, technische Hilfeleistungen und ein Einsatz im Bereich einer Biogasanlage.

Stadtbrandrat Ott dankte abschließend allen Kameradinnen und Kameraden für ihren Einsatz, der nicht selten mit persönlicher Gefährdung verbunden ist.

 

Als Nächstes folgte der Kassenbericht, der von Kassenwart Stephan Habicht vorgetragen wurde.

Die Kassenprüfer bestätigten eine ordnungsgemäße Führung, woraufhin die Entlastung für den Kassenwart erfolgte.

 

Es folgten Dienstzeitehrungen sowie ein Ausblick auf das Jahr 2026:

Geplant sind unter anderem das Innenhofkonzert am 07.05.2026, der Willi-Zemsch-Gedächtnis-Cup am 16.05.2026 sowie die Weihnachtsfeier am 12.12.2026.

Folgende Kameradinnen und Kameraden durften sich über eine Ehrung freuen:

Geehrt für 10-jährige Dienstzeit:

  • Heidemann Patrick
  • Kahl Dominik
  • Prause Raphael
  • Ulrich Robin

Geehrt für 20-jährige Dienstzeit:

  • Hüttner Markus
  • Wietzel Florian
  • Zeitler Christian

Geehrt für 30-jährige Dienstzeit:

  • Abel Heiko
  • Babl Udo
  • Militzer Jens

Die Ehrungen für 25 Jahre und für 40 Jahre erfolgen am 21.05.2026 im Rathaus der Stadt Hof.

Geehrt für 25-jährige Dienstzeit:

  • Grap Andreas
  • Höhler Christian
  • Langheinrich Markus

Geehrt für 40-jährige Dienstzeit:

  • Friedrich Rainer
  • Habicht Stephan
  • Koch Stefan
  • Ott Markus
  • Rödel Manfred
Jahreshauptversammlung Stadt Hof

 

Der offizielle Teil der Versammlung endete gegen 20:30 Uhr. Im Anschluss waren alle Anwesenden zu einem gemütlichen Beisammensein in die Feuerwache eingeladen.

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