Samstag, 06. Dezember 2025
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Ausbildungsdienst: Wasserförderung über lange Wegstrecken

Vor kurzem fand ein gemeinsamer Ausbildungsdienst der Ausbildungsgruppe "Brand- und Katastrophenschutz" zusammen mit den Maschinisten sowie der Löschgruppe Hofeck als Unterstützung statt. Thema war die Wasserförderung über lange Wegstrecken – ein Szenario, das im Einsatzfall gut vorbereitet sein muss.

Ausbildungsdienst: Wasserförderung über lange Wegstrecken
 

 

Ausbildungsdienst: Wasserförderung über lange Wegstrecken

Dazu machten sich die Kräfte auf den Weg in den Ortsteil Unterkotzau. Dort galt es, vom offenen Gewässer an der Regnitz bis zur Firma Dachser eine rund einen Kilometer lange Schlauchleitung zu verlegen. Noch bevor der erste Schlauch ausgerollt wurde, bestand die erste Aufgabe darin, die Strecke zu begehen und zu berechnen, an welcher Stelle eine sogenannte Verstärkerpumpe eingesetzt werden muss. Denn auf der Strecke war nicht nur die Länge, sondern auch eine Steigung zu überwinden – beides Faktoren, die Einfluss auf den Druckverlust und somit auf die Position der Pumpe haben.

Zur Berechnung wurden verschiedene Methoden eingesetzt: einerseits moderne Technik, etwa eine entsprechende Software auf unserem Tablet, andererseits das bewährte Schätzverfahren. Dieses kommt mit einfachen Hilfsmitteln wie einem Schätzlineal, einer Wasserwaage oder einem Höhenmesser aus und ermöglicht es, mit praxisorientierten Faustwerten realistische Pumpenabstände zu ermitteln – trotz möglicher Abweichungen bei Streckenlänge, Höhenprofil oder Reibungsverlusten.

Ausbildungsdienst: Wasserförderung über lange Wegstrecken 
Ausbildungsdienst: Wasserförderung über lange Wegstrecken

Nachdem alle Gruppen ihren jeweiligen Standort für die Verstärkerpumpe bestimmt hatten, wurde an der Entnahmestelle die Wasserentnahme aus dem offenen Gewässer aufgebaut. Im Anschluss wurde mithilfe des kürzlich in Dienst gestellten Schlauchwagens Katastrophenschutz (SW-Kats), bereitgestellt durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, die Schlauchleitung in Richtung Firma Dachser verlegt.

Dort angekommen, wurde auf dem Parkplatz ein sogenannter Faltbehälter aufgebaut. Dabei handelt es sich um einen mobilen Wasserbehälter mit mehreren tausend Litern Fassungsvermögen, der bei langen Wegstrecken als Puffer dient. Er ermöglicht es, Wasser zwischenzuspeichern, sodass nachfolgende Fahrzeuge flexibel daraus einspeisen können, ohne dass der Förderdruck aus der Entnahmestelle konstant gehalten werden muss.

Ausbildungsdienst: Wasserförderung über lange Wegstrecken

 

Ausbildungsdienst: Wasserförderung über lange Wegstrecken

Das Mittlere Löschfahrzeug (MLF) der Löschgruppe Hofeck saugte anschließend aus dem Faltbehälter an und förderte das Wasser weiter. Um die Funktionalität der Leitung zu überprüfen, wurde das Löschwasser über verschiedene Strahlrohre sowie einen mobilen Wasserwerfer abgegeben. Die Schlauchstrecke funktionierte wie geplant und konnte erfolgreich getestet werden.

Im Anschluss gab es für die Kameradinnen und Kameraden eine kleine Stärkung und kühle Getränke, die freundlicherweise von der Firma Dachser zur Verfügung gestellt wurden – herzlichen Dank dafür!

Nach der verdienten Pause wurde die komplette Strecke zurückgebaut, das verwendete Material an der Feuerwache Hallplatz wieder aufgefüllt, damit alle Fahrzeuge im Anschluss wieder vollständig einsatzbereit waren. Nach rund sechs Stunden ging ein fordernder, aber erfolgreicher Ausbildungsdienst zu Ende.

Ausbildungsdienst: Wasserförderung über lange Wegstrecken

 

Ausbildungsdienst: Wasserförderung über lange Wegstrecken

Auch wenn in einem Stadtgebiet wie unserem lange Schlauchstrecken im Vergleich zum ländlichen Raum eher selten sind, kann es durch besondere Lagen oder geographische Gegebenheiten durchaus dazu kommen, dass eine solche Wasserförderung notwendig wird. Um für solche Fälle vorbereitet zu sein, ist es wichtig, diese Szenarien regelmäßig zu trainieren.

 

Ein großes Dankeschön an alle Kameradinnen und Kameraden, die sich auch an einem Wochenende die Zeit für Ausbildung nehmen – für eine gut vorbereitete Feuerwehr und einen verlässlichen Schutz unserer Stadt.

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