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Geräte zur Technischen Hilfeleistung

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Hydraulischer Rettungssatz

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Der hydraulische Rettungssatz kommt vor allem bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmter Person zum Einsatz. Verlastet sind hydraulische Rettungssätze bei der Feuerwehr Hof auf dem VRW, dem HLF 20/20, dem RW und dem LF 16/12 der FF Wölbattendorf. Seit 2005 hat man größtenteils auf Holmatro-Rettungssätze umgestellt. Das einzige Fahrzeug, das noch über einen alten Rettungssatz verfügt ist das Fahrzeug in Wölbattendorf. Die Vorteile der Holmatro-Rettungssätze liegen vor allem in der einfachen Bedienung und in dem Einschlauchsystem. Ein Eindrehen der Schläuche ist hier nicht mehr möglich

Auf dem Bild ist der Rettungssatz des HLF 20/20 zu sehen. Er besteht aus (v.l.n.r.):

  • Rettungszylinder Holmatro RA 4332 C (max. Spreizkraft 16,4 t, Länge ausgefahren 1622 mm)
  • Spreizer SP 4240 C (max. Spreizkraft 21 t, größte Spreizung 686 mm)
  • Hydraulikaggregat DPU 31 PC (3,5 PS, 25 kg)
  • Rettungsschere CU 4050 C NCT II (Schneidkraft 927 kN=95 t, Scherenöffnungsweite 181 mm)
  • Teleskop-Rettungszylinder TR 4350 C (max. Spreizkraft 22,1 t, Länge ausgefahren 1275 mm)
  • Schwelleraufsatz HRS-22
  • 2x 10 m Hydraulikschlauch (orange und blau)
Mit der Beschaffung des Rüstwagens 2009 wurde
ein Rettungssatz in Dienst gestellt, der den des HLF
in den Leistungsdaten noch einmal übertrifft. Hier
sieht man einmal den Unterschied zwischen den
Rettungsscheren und den Spreizern.

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spreizert

Das jeweils rechte Gerät gehört zum Rüstwagen,
das jeweils linke zum HLF.
Unterbaumaterial

Unterbaumaterial verwendet die Feuerwehr zum Stabilisieren von Unfallfahrzeugen. Dies ist enorm wichtig, da bei Rückenverletzungen kleinste Erschütterungen ausreichen, die Lage zu verschlimmern. Deswegen ist das Unterbauen in der Regel auch einer der ersten Schritte nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle.

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Eingesetzt werden können hierfür:

  • Unterbauschiebeblöcke (links im Bild): Diese Blöcke bestehen aus mehreren Lagen Kunststoff die gegeneinander verschoben werden können. Somit kann die Vorderkante an den Unterboden des Unfallfahrzeuges angeglichen werden. Verlastet sind diese beiden Unterbauschiebeblöcke auf dem HLF 20/20.
  • Stufenkötze (rechts im Bild): Diese Stufenklötze sind Eigenbauten eines Gerätewartes der Feuerwehr Hof. Sie werden genauso wie die Unterbauschiebeblöcke verwendet, sind durch die geringere Höhe und der im Vergleich zur Höhe großen Auflagefläche etwas stabiler als die Unterbauschiebeblöcke. Vier dieser Stufenklötze sind auf dem Rüstwagen RW verladen.
  • Formholz (nicht im Bild): Formholz ist z.B. Normbeladung des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges HLF 20/16. Durch einen Kreuzverbau können diese relativ kleinen Holzklötze für einen stabilen Unterbau verwendet werden. Durch Keile kann auch diese Variante an den Unterboden des Unfallfahrzeuges angepasst werden.
Glasmanagement
Das Material für das Glasmanagement benötigt man in der Regel bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmter Person. Meist ist das Glasmanagement der zweite Schritt nach der Stabilisierung des Fahrzeuges durch Unterbauen. Eingesetzt wird das Glasmanagement um die im Fahrzeug befindliche Person vor weiteren Verletzungen durch Glasspitter zu schützen.

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Eingesetzt werden hierfür folgende Geräte:

  • Klebeband (hinten in der Mitte): Das Klebeband wird zum Abkleben der Scheiben genutzt. Würde man dies nicht tun würden sämtliche Splitter in das Wageninnere fallen und somit eine erhebliche Verletzungsgefahr darstellen. Daher wird die Scheibe vorher sorgfältig abgeklebt und dann mit einem Federkörner kontrolliert zerstört. Bei Verbundglas hat es sich bewährt einen Streifen Klebeband an der Stelle aufzubringen, an der später mit der Glassäge gesägt wird, um die Glasstaubfreisetzung zu verringern.
  • Federkörner (vorne in der Mitte): Der Federkörner ist ein Gerät zur kontrollierten Zerstörung von Einscheiben-Sicherheitsglas (z.B. Seiten- und Heckscheiben von PKW). Vor dem Einsatz des Federkörners wird die Scheibe in der Regel abgeklebt um ein Hineinfallen der Splitter in das Fahrzeuginnere zu vermeiden. Dann wird der Federkörner am Rand der Scheibe angesetzt und auf das Glas gedrückt. Durch den Druck schnellt die Stahlspitze gegen das Glas und lässt es zerplatzen. Der Ansatzpunkt am Rand der Scheibe ist wichtig, um ein Durchstoßen beim Zerplatzen der Scheibe zu verhindern und eine weitere Verletzungsgefahr auszuschließen.
  • Glassäge (links): Hierbei handelt es sich um das ältere bei der Feuerwehr Hof eingesetzte Modell. Sie dient zum Sägen von Verbundglas (z.B. Frontscheiben). Früher konnten die Frontscheiben durch Entfernen der Gummidichtung in der Regel im Ganzen entfernt werden, durch moderne Klebetechniken ist dies nicht mehr möglich und die Scheibe muss zersägt werden. Bewährt hat sich hier ein Sägeschnitt zwischen den A-Säulen auf Höhe der späteren Durchtrennung der A-Säulen mittels Rettungschere. Somit wird der obere Teil der Frontscheibe dann gemeinsam mit dem Dach entfernt. Mit der Spitze der Glassäge wird erst ein Loch als Einstieg in die Scheibe geschlagen, dann wird von dieser Stelle aus gesägt.
  • Glasmaster (rechts): Dies ist die neuere Ausführung der Glassäge, die bei der Feuerwehr Hof verwendet wird. Sie wird genauso eingesetzt wie das ältere Modell. Hier wird mit der roten Spitze das Einstiegsloch geschlagen, dann wie oben beschrieben mit dem Sägeblatt gesägt. Im Griff ist bei diesem Modell noch ein Federkörner gelagert. Somit hat man alle Geräte mit einem Griff parat.
Plasmaschneider

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Mit dem neuen Rüstwagen kam als Ersatz für das Brenn-Schneidgerät ein modernes Plasmaschneidgerät. Dieses gehört nun zur Normbeladung eines Rüstwagens. Ein Plasmaschneidgerät schneidet Materialien mittels eines Plasmas, das durch einen elektrischen Lichtbogen erzeugt wird.
In der Ausbildungsgruppe "Technische Hilfeleistung" wurde im Januar am Plasmaschneidgerät ausgebildet. Die einhellige Meinung war, dass man mit dem Gerät besser als mit dem Brennscheidgerät arbeiten kann. Zum Betrieb werden 400 V-Strom und Druckluft benötigt.

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Super-Mini-Hebekissen

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Ende 2010 konnte die Feuerwehr Hof einen Satz Super-Mini-Hebekissen der Firma Vetter in Dienst stellen. Der Satz besteht aus:

  • Fußluftpumpe
  • Druckluftschlauch
  • Hebekissen V 1, Hubkraft ca. 10 kN (ca. 1 Tonne)
  • Hebekissen V 3, Hubkraft ca. 30 kN (ca. 3 Tonnen)
  • Hebekissen V 6, Hubkraft ca. 60 kN (ca. 6 Tonnen)

Um die maximale Hubkraft zu erreichen, sollte die größtmögliche Fläche der Kissen zum Heben genutzt werden. Verladen sind die Hebekissen auf dem Rüstwagen RW.

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