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Geräte zur Brandbekämpfung

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Für die Brandbekämpfung stehen uns die unterschiedlichsten Geräte zu Verfügung.
Strahlrohre

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Hier sieht man einige bei der freiwilligen Feuerwehr Hof eingesetzte Strahlrohrtypen. Auf der linken Seite sieht man drei moderne Hohlstrahlrohre, rechts zwei klassische Mehrzweckstrahlrohre.

Die Mehrzweckstrahlrohre sind eigentlich seit Jahrzehnten unverändert. Erst in den letzten Jahren kamen vermehrt Hohlstrahlrohre auf den Markt, die zum einen einen effizienteren Einsatz des Löschwassers ermöglichen und zum anderen durch einen besseren Mannschutz mehr Sicherheit im Innenangriff bieten.

Mehrzweckstrahlrohre gibt es bei der Feuerwehr Hof in drei Größen:

  • D-Mehrzweckstrahlrohr, Durchflussmenge mit Mundstück (abschraubbar) ca. 25 l/min, ohne Mundstück ca. 50 l/min, Vollstrahl und Sprühstrahl möglich.
  • C-Mehrzweckstrahlrohr CMM mit Mannschutzbrause, Durchflussmenge mit Mundstück (abschraubbar) ca. 100 l/min, ohne Mundstück ca. 200 l/min, Vollstrahl und Sprühstrahl möglich. Bei diesem Strahlrohr besteht die Möglichkeit eine Mannschutzbrause zu benutzen, die am Strahlrohr eine Art Wasserwand bildet.
  • B-Mehrzweckstrahlrohr BM, Durchflussmenge mit Mundstück (abschraubbar) ca. 400 l/min, ohne Mundstück ca. 800 l/min, Vollstrahl und Sprühstrahl möglich. (v.l.n.r.)

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Bei den Hohlstrahlrohren werden Modelle verschiender Hersteller verwendet. Die neueren stammen von AWG und werden auf dem HLF 20/20 und dem TLF 20/40-SL mitgeführt.

  • C-Hohlstrahlrohr AWG-Turbospritze 2235, einstellbare Durchflussmengen 60 - 130 - 235 l/min, 3 Sprühbildeinstellungen von 0° bis 120° Sprühwinkel(Vollstrahl - Sprühstrahl - Flash-Over-Stellung).
  • B-Hohlstrahlrohr AWG-Turbospritze 2400, einstellbare Durchflussmengen 130 - 235 - 400 l/min, 3 Sprühbildeinstellungen von 0° bis 120° Sprühwinkel (Vollstrahl - Sprühstrahl - Flash-Over-Stellung).
  • B-Hohlstrahlrohr AWG-Turbospritze 2750, einstellbare Durchflussmengen 360 - 550 - 750 l/min, 3 Sprühbildeinstellungen von 0° bis 120° Sprühwinkel (Vollstrahl - Sprühstrahl - Flash-Over-Stellung). (v.l.n.r.)

Die älteren Hohlstrahlrohre stammen von Leader.

  • Hohlstrahlrohr Leader
  • Hohlstrahlrohr Mid-Force-Mach 3, einstellbare Durchflussmenge 100 - 600 l/min, Sprühbildeinstellungen stufenlos 0° bis 120°, umschaltbar auf niedrigen Wasserdruck für gleichbleibendes Sprühbild
  • Hohlstrahlrohr Mid-Force Mach 3, (Daten siehe oben), mit Schaumvorsatz

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Schnellangriffseinrichtung

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In den meisten wasserführenden Fahrzeugen der Feuerwehren sind direkt an die Pumpe Schnellangriffseinrichtungen angeschlossen. Dieser formstabile Schlauch ist auf einer Haspel aufgewickelt und ist immer mit Wasser gefüllt. Sobald die Pumpe eingeschaltet ist, kann so Wasser abgegeben werden. Eingesetzt wird der Schnellangriff in der Regel wenn nur ein Rohr benötigt wird, also z.B. Container und PKW-Bränden.
Wasserwerfer

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Zur Brandbekämpfung bei großem Wasserbedarf werden neben Strahlrohren auch Wasserwerfer verwendet. Diese kann man in festinstallierte und tragbare Wasserwerfer unterscheiden. Während nur wenige Fahrzeuge über festinstallierte Wasserwerfer verfügen, gibt es auf vielen Fahrzeugen tragbare Wasserwerfer. Diese werden in der Regel durch eine B-Leitung gespeist und können von zwei Mann in Stellung gebracht werden. Moderne Werfer haben Durchflussmengen zwischen ca. 1000 bis 2000 l/min. Der neueste tragbare Werfer der Feuerwehr Hof ist auf dem Tanklöschfahrzeug TLF 20/40-SL verlastet. Der Werfer vom Typ Leader Partner OS hat eine Leistung von bis zu 2000 l/min und eine Wurfweite von bis zu 60 m. Außerdem ist der Werfer oszillierend, d. h. er schwenkt durch den Wasserdruck selbsttätig in der Horizontalen. Der Schwenkbereich ist in 10°-Schritten von 20° bis 40° einstellbar. Außerdem verfügt der Werfer über ein Sicherheitsventil, das den Durchfluss stoppt, sobald der Werfer aufgrund zu geringer Standfestigkeit zu "wandern" beginnt.

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Manche Feuerwehrfahrzeuge mit großem Wassertank und großer Pumpenleistung verfügen über festinstallierte Wasserwerfer. Diese sind fest mit der eingebauten Fahrzeugpumpe verbunden. Das einzige genormte Tanklöschfahrzeug mit festinstalliertem Wasserwerfer ist derzeit das Tanklöschfahrzeug TLF 20/40(-SL). Das Tanklöschfahrzeug TLF 20/40-SL der Feuerwehr Hof verfügt über einen fest installierten Dachwerfer der Firma AL-CO, Typ HR 370 mit einer variablen Durchflussmenge von 1000 l/min bis 3000 l/min. Eine Besonderheit des Werfers ist das wechselbare Werferrohr. Standardmäßig ist eine Hohlstrahldüse mit variablem Sprühbild angebracht. Außerdem kann bei großem Schaumbedarf ein Schaumrohr mit Deflektor angebracht werden.

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Eine weitere Besonderheit am Tanklöschfahrzeug TLF 20/40-SL der Feuerwehr Hof ist der festinstallierte Frontwerfer. Der Frontwerfer von der Firma AL-CO, Typ EL 570 bietet eine Durchflussmenge von 800 l/min, eine stufenlose Verstellung zwischen Sprüh- und Vollstrahl, sowie die Möglichkeit über den Werfer Schaum abzugeben. Bedient wird der Werfer vom Beifahrerplatz aus über das abgebildete Bedienpult. Genutzt werden kann der Werfer sowohl während der Fahrt (Pump-and-Roll-Betrieb) als auch im Stand. Im Pump-and-Roll-Betrieb fährt das Fahrzeug dann maximal 15 km/h.
Sonderrohre

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Ein besonderes Strahlrohr ist das C-Sonderstrahlrohr mit Kugeldüse. Früher wurde dieses Strahlrohr vor allem für PKW-Brände genutzt, da es auch einen effektiven Einsatz des Löschwassers ermöglicht.

In der heutigen Zeit wird dieses Rohr kaum noch verwendet. Verladen ist es auf dem TLF 16/25 Florian Hof 1/21/1.

Auch Hydroschilde zählen als Sonderrohre. Sie erzeugen durch das auf die Metallplatte treffende Wasser ein Wasserwand aus fein zerstäubtem Wassernebel. Der Einsatzzweck liegt in der Abschirmung vor Hitzestrahlung oder dem Niederschlagen von Dämpfen etc. bei Gefahrguteinsätzen. Vorhanden sind bei der Feuerwehr Hof Hydroschilde in den Größen B und C.

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Feuerwehrpumpen

Damit das Wasser von der Wasserentnahmestelle auch entnommen werden kann und mit genügend Druck am Strahlrohr ankommt, benötigt die Feuerwehr Pumpen. Hier werden festeingebaute Pumpen und tragbare Pumpen unterschieden. Die Pumpen sind mittlerweile nach einer Euro-Norm vereinheitlicht. Lautete die Bezeichnung früher FP 16/8 für Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Förderleistung von 1600 l/min bei 8 bar, änderte sich dies in FPN 10-2000, für Fire Pump Normal Pressure (Feuerlöschkreiselpumpe, Normaldruck) Nennförderdruck 10 bar, Förderleistung 2000 l/min. Bei den tragbaren Pumpen änderte sich die Bezeichnung von TS (Tragkraftspritze) in PFPN (portable Fire Pump Normal Pressure). Während die Feuerwehr Hof auf der Hauptwache nur noch eine Tragkraftspritze (auf dem Schlauchwagen) vorhält, werden in den Stadtteilwehren noch mehrere Tragkraftspritzen vorgehalten. Diese eignen sich vor allem für die Wasserentnahme aus offenen Gewässern an Stellen, an die ein Löschfahrzeug nicht gelangt und zur Wasserförderung bei langen Schlauchstrecken. Die festeingebauten Pumpen sind bei Fahrzeugen mit Löschwassertank mit diesem verbunden und können somit sofort Wasser fördern. Dazu können die Pumpen zwischen Saug- und Tankbetrieb umgeschaltet werden. Dies ist erforderlich, da in den Tank nur Trinkwasser gefüllt werden darf.

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Wasserführende Armaturen / Geräte zur Wasserförderung

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Da zu einem Brand das erste Fahrzeug - das HLF 20/20 - mit einer Staffelbesatzung ausrückt, wurde einiges getan, um die Arbeit für die Mannschaft zu erleichtern. So befindet sich im rechten Traversenkasten ein sogenannter Schnellangriffsverteiler. An diesem ist bereits ein B-Schlauch angeschlossen. Somit muss nur der Verteiler herausgezogen werden und schon liegt die Leitung zum Verteiler mit. Der Maschinist muss dann nur noch das andere Ende der Leitung an einen Abgang der Pumpe schließen und es kann "Wasser Marsch" gegeben werden. Vom Verteiler wird dann weiter über C-Druckschläuche bis zum Strahlrohr gegangen, am mittleren Abgang besteht aber auch die Möglichkeit ein B-Rohr in Betrieb zu nehmen. Die C-Leitung wird in der Regel mit Schlauchtragekörben gelegt. In diesen sind drei C-Schläuche vorgekuppelt und können sehr schnell von einem Mann verlegt werden. Sie gehören zur Ausstattung fast aller Löschgruppenfahrzeuge.
Auch die Wasserversorgung kann ein Mann vom HLF theoretisch allein aufbauen. Das Fahrzeug verfügt über zwei Einmann-Schlauchhaspeln. Beide verfügen über je sechs B-Druckschläuche. Somit kann er die Schlauchleitung legen. Weiterhin verfügt eine der Haspeln über sämtliches Materiel, um Wasser aus Hydranten zu entnehmen, so einen Überflurhydrantenschlüssel, ein Standrohr und den zugehörigen Unterflurhydrantenschlüssel. Links neben der Haspel nochmal ein Schlauchtragekorb zum Vergleich.

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Hier sind ein Druckbegrenzungventil, ein Verteiler und drei Übergangsstücke zu sehen. Das Druckbegrenzungsventil dient bei der Löschwasserförderung über lange Wegstrecken zum Verhindern von plötzlichen Druckstößen. Ein Druckbegrenzungsventil sollte vor jeder Verstärkerpumpe eingebaut werden. Durch den freien Abgang wird überschüssiger Druck abgelassen, um die Pumpe zu schonen. Der Verteiler dient in der Angriffsstrecke zum Verteilen des Wassers von einer B-Leitung auf bis zu drei C-Leitungen oder eine B-Leitung und zwei C-Leitungen. Bei einem Brandeinsatz wird grundsätzlich ein Verteiler gesetzt. Anfangs werden meist zwei C-Leitungen benötigt, eine für den Angriffstrupp und eine für den Reservetrupp. Bei größeren Einsätzen werden dann meist auch mehrere Verteiler gesetzt. Übergangsstücke dienen der Reduzierung von einer Schlauchgröße. Es gibt Übergangsstücke zur Reduzierung der Schlauchgrößen von A auf B, B auf C, C auf D.
Sammelstücke finden bei der Feuerwehr an den Pumpen der Feuerwehrfahrzeuge Verwendung, wenn Wasser aus Hydranten oder von einer anderen Feuerwehrpumpe eingespeist wird. Da die Pumpen A-Saugeingänge haben, das Wasser aber über B-Druckschläuche gefördert wird. muss das Sammelstück an den A-Saugeingang angeschlossen werden. An das Sammelstück können dann, je nach Ausführung zwei oder drei B-Einspeiseleitungen angeschlossen werden.

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Kleinlöschgeräte
Das Kleinlöschgerät kommt dann zum Einsatz, wenn der Brand nicht den Einsatz eines C-Rohres erforderlich macht, also eine kleine Menge Löschwasser ausreicht. Verladen ist ein Kleinlöschgerät auf fast jedem Großfahrzeug.

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Die Kübelspritze besteht aus einem Tank mit einem Fassungsvermögen von 10 Litern und einem handbetriebenem Kolben zur Wasserförderung. Abgegeben wird das Löschwasser über ein D-Strahlrohr und einen 5 m-D-Schlauch. Durch die einfache Bauweise und den Betrieb durch Muskelkraft kann dieses Gerät auch an der Einsatzstelle mehrfach wiederbefüllt werden.

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MiniCafs Hochdruckfeuerlöscher: Das Hochdrucklöschgerät besteht ebenfalls aus einem Tank, der allerdings nur mit 9 Litern Löschwasser befüllt wird. Dazu kommt ein vorbereiteter Löschmittelzusatz, der dem Wasser beigemengt wird. Dadurch wird ein Schaummittel erzeugt. Statt mit dem Kolben entsteht der nötige Druck bei diesem Gerät durch die Druckluftflasche. Abgegeben wird das Löschmittel über einen Druckschlauch analog einem normalen Feuerlöscher. An der Einsatzstelle kann das Gerät einmal wiederbefüllt werden, da noch eine Flasche mit dem Löschwasserzusatz mitgeführt wird. Allerdings reicht die Druckluftflasche nur für zwei Füllungen. Somit ist der Einsatz nur zweimal möglich. Verladen ist dieses Gerät auf dem HLF 20/20.
Weitere Geräte

Hier sieht man einen mobilen Rauchverschluss. Die Feuerwehr Hof verfügt über zwei dieser Rauchverschlüsse, die auf dden Fahrzeugen Florian Hof 1/40/2 und Florian Hof 1/40/3 verladen sind.

Eingesetzt wird der Rauchverschluss zum Beispiel bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus. Um eine Verrauchung des Treppenhauses zu vermeiden, wird vor dem Öffnen der Wohnungstür der Rauchverschluss (wie auf dem Bild zu sehen) eingebaut und hält so den Rauch in der Wohnung zurück. Somit besteht weiterhin die Möglichkeit Bewohner anderer Wohnungen über das Treppenhaus zu evakuieren.

Beschafft wurde der Rauchverschluss über die Versicherungskammer Bayern, die in ganz Bayern solche Rauchverschlüsse verteilte.

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Um den Verkehrsfluss bei Brandeinsätzen durch verlegte Schlauchleitungen nicht übermäßig zu behindern, verfügt die Feuerwehr über Schlauchbrücken und Schlauchüberführungen. Bei Schlauchbrücken besteht die Möglichkeit, zwei B-Leitungen durch eine Art Rampen hindurchzuführen. Schlauchbrücken gibt es in verschiedenen Ausführungen: in Aluminium- und Holzausführung. Schlauchbrücken werden auf fast allen Löschfahrzeugen mitgeführt. Bei Schlauchbrücken sollte allerdings ein Feuerwehrmann als Sicherungsposten eingeteilt werden. Die bessere Möglichkeit bietet bei viel befahrenen Straßen die Schlauchüberführung. Die Schlauchüberführung besteht aus zwei B-Leitungen und den 4 Stützstangen. Auch LKWs können die Schlauchüberführung passieren, da eine Durchfahrtshöhe von ca. 4 m bleibt. Im Gegensatz zu Schlauchbrücken sind die Schlauchüberführungen nur auf Sonderfahrzeugen verladen, in Hof z. B. auf dem Schlauchwagen SW 2000.

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